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February 22, 2026

Jugend & Social Media – Bedeutung für die Psyche

Jugend & Social Media: Schweizer Zahlen zeigen Chancen und Risiken für die Psyche – von Nutzungsmustern bis zu problematischer Auswirkungen. Evidenzbasiert erklärt.

Lighthome Psychotherapie Social Media Psyche Jugend

Soziale Medien sind fester Bestandteil des Alltags von Jugendlichen – auch in der Schweiz. Doch die Auswirkungen auf ihre psychische Gesundheit sind ambivalent. Welche Risiken gibt es – und worauf sollten wir besonders achten? Hier findest du belegte Zahlen und wissenschaftlich fundierte Hintergründe für eine ausgewogene Perspektive.

1. Wichtige Zahlen zur Nutzung & Psyche

  • In der Schweiz verbringen Jugendliche täglich im Schnitt vier Stunden mit Social Media – dafür zählt vor allem WhatsApp mit 97 % Nutzung zu den beliebtesten Apps (Quelle: Humanium/Hubacher, 2024).
  • Rund 29 % der Jugendlichen berichten von Online-Sexualbelästigung, ein Anstieg gegenüber 19 % im Jahr 2014.
  • Laut WHO-Studie zeigen etwa 11 % der Jugendlichen Anzeichen für problematisches Social-Media-Verhalten, wobei Mädchen etwas stärker betroffen sind (13 % vs. 9 %).
  • Langzeitstudien aus der Schweiz zeigen, dass problematische Nutzung von sozialen Medien mit vermindertem Wohlbefinden korreliert – insbesondere bei Mädchenmit niedriger oder mittlerer Bildungsherkunft.

2. Warum Social Media Psyche beeinflussen kann

A. Problematische Nutzung und psychische Gesundheit

Meta-Analysen berichten, dass Social Media Gebrauch – besonders Passiv-Konsum – mit erhöhten Symptomen von Depression und Angst verbunden ist. Die Beziehung zeigt jedoch große individuelle Unterschiede.

B. Mediengebrauch als Stressfaktor

Übermäßige Online-Zeit (z. B. über 3 Stunden täglich) kann Stress und emotionale Belastung verstärken, wie internationale Studien belegen.

C. Positive Potenziale – soziale Verbundenheit & kreative Entfaltung

Soziale Medien ermöglichen Jugendlichen kreative Selbstausdrucksformen, News-Zugang und digitale Gemeinschaft – besonders für diejenigen, die offline isoliert sind.

D. Geschlechtsspezifische Unterschiede & Online-Risiken

Problematische Nutzung zeigt sich häufiger bei Mädchen und ist mit stärkerer Belastung gefährdeter Gruppen verbunden.

3. Fazit & Empfehlungen

Die psychosoziale Wirkung von Social Media ist komplex und individuell:

  • Moderate Nutzung kann positives Wohlbefinden unterstützen.
  • Unkontrollierte oder passive Nutzung, vor allem über längere Zeit, erhöht das Risiko für psychische Belastung – besonders für Mädchen und Jugendliche aus bildungsfernen Familien.
  • Ein bewusster Umgang – wie Medienpausen, kritische Medienkompetenz und Förderung realer sozialer Kontakte – wirkt präventiv und stärkt die psychische Widerstandskraft.

Referenzen

  • Agyapong-Opoku et al., 2025 – Übersicht: Social Media Nutzung und psychische Auswirkungen bei Jugendlichen (Meta-Review). MDPI
  • Hu, 2025 – Langzeiteffekte: Problematische Nutzung führt bei Mädchen mit spezifischen Hintergrundfaktoren zu vermindertem Wohlbefinden. PubMed
  • Hubacher, 2024 – JAMES-Studie: 97 % nutzen WhatsApp; 29 % erlebten sexuelle Belästigung online. Humanium
  • Mader, 2025 – Rückgang subjektiven Wohlbefindens gekoppelt mit problematischer Social-Media-Nutzung in der Schweiz. ScienceDirect
  • WHO Europe, 2024 – 11 % der Jugendlichen zeigen problematisches Nutzungsverhalten; Mädchen stärker betroffen (13 % vs. 9 %). WHO
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September 10, 2025

Soziale Medien sind fester Bestandteil des Alltags von Jugendlichen – auch in der Schweiz. Doch die Auswirkungen auf ihre psychische Gesundheit sind ambivalent. Welche Risiken gibt es – und worauf sollten wir besonders achten? Hier findest du belegte Zahlen und wissenschaftlich fundierte Hintergründe für eine ausgewogene Perspektive.

1. Wichtige Zahlen zur Nutzung & Psyche

  • In der Schweiz verbringen Jugendliche täglich im Schnitt vier Stunden mit Social Media – dafür zählt vor allem WhatsApp mit 97 % Nutzung zu den beliebtesten Apps (Quelle: Humanium/Hubacher, 2024).
  • Rund 29 % der Jugendlichen berichten von Online-Sexualbelästigung, ein Anstieg gegenüber 19 % im Jahr 2014.
  • Laut WHO-Studie zeigen etwa 11 % der Jugendlichen Anzeichen für problematisches Social-Media-Verhalten, wobei Mädchen etwas stärker betroffen sind (13 % vs. 9 %).
  • Langzeitstudien aus der Schweiz zeigen, dass problematische Nutzung von sozialen Medien mit vermindertem Wohlbefinden korreliert – insbesondere bei Mädchenmit niedriger oder mittlerer Bildungsherkunft.

2. Warum Social Media Psyche beeinflussen kann

A. Problematische Nutzung und psychische Gesundheit

Meta-Analysen berichten, dass Social Media Gebrauch – besonders Passiv-Konsum – mit erhöhten Symptomen von Depression und Angst verbunden ist. Die Beziehung zeigt jedoch große individuelle Unterschiede.

B. Mediengebrauch als Stressfaktor

Übermäßige Online-Zeit (z. B. über 3 Stunden täglich) kann Stress und emotionale Belastung verstärken, wie internationale Studien belegen.

C. Positive Potenziale – soziale Verbundenheit & kreative Entfaltung

Soziale Medien ermöglichen Jugendlichen kreative Selbstausdrucksformen, News-Zugang und digitale Gemeinschaft – besonders für diejenigen, die offline isoliert sind.

D. Geschlechtsspezifische Unterschiede & Online-Risiken

Problematische Nutzung zeigt sich häufiger bei Mädchen und ist mit stärkerer Belastung gefährdeter Gruppen verbunden.

3. Fazit & Empfehlungen

Die psychosoziale Wirkung von Social Media ist komplex und individuell:

  • Moderate Nutzung kann positives Wohlbefinden unterstützen.
  • Unkontrollierte oder passive Nutzung, vor allem über längere Zeit, erhöht das Risiko für psychische Belastung – besonders für Mädchen und Jugendliche aus bildungsfernen Familien.
  • Ein bewusster Umgang – wie Medienpausen, kritische Medienkompetenz und Förderung realer sozialer Kontakte – wirkt präventiv und stärkt die psychische Widerstandskraft.

Referenzen

  • Agyapong-Opoku et al., 2025 – Übersicht: Social Media Nutzung und psychische Auswirkungen bei Jugendlichen (Meta-Review). MDPI
  • Hu, 2025 – Langzeiteffekte: Problematische Nutzung führt bei Mädchen mit spezifischen Hintergrundfaktoren zu vermindertem Wohlbefinden. PubMed
  • Hubacher, 2024 – JAMES-Studie: 97 % nutzen WhatsApp; 29 % erlebten sexuelle Belästigung online. Humanium
  • Mader, 2025 – Rückgang subjektiven Wohlbefindens gekoppelt mit problematischer Social-Media-Nutzung in der Schweiz. ScienceDirect
  • WHO Europe, 2024 – 11 % der Jugendlichen zeigen problematisches Nutzungsverhalten; Mädchen stärker betroffen (13 % vs. 9 %). WHO